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Wie unsere Wachsfiguren entstehen

  1. Exakte Maße und Fotografien der porträtierten Person bilden die Grundlage der Arbeit der Bildhauer. Als erster Schritt wird ein Metallgestell (oder Metallskelett) des Körpers angefertigt.
  2. Anhand der Maße entwerfen unsere Bildhauer ein Tonmodell des Kopfes und formen, ebenfalls mit Ton, über dem Gestell die Körperkonturen nach.
  3. Von Kopf - und Körpermodell werden getrennte Gießformen angefertigt. Die Gießformen werden mit heißem Wachs ausgegossen. Danach erfolgen Abkühlung und Härtung des Wachses.
  4. Die Formen werden vorsichtig entfernt. Zurück bleibt die gehärtete Wachsfigur. Als Nächstes werden Kopf und Körper verbunden.
  5. Das Porträt erhält Zähne, Haare und Augen. Die Haut wird mit Ölfarben bemalt. Damit Hautton und Hauttextur realistisch wirken, erfolgt die Bemalung in mehreren Schichten.
  6. Bei Madame Tussauds ist es Tradition, dass die Porträtierten die Figuren mit selbst getragenen Kleidungsstücken ausstatten. Auch das ist ein Grund, warum unsere Wachsfiguren so realistisch wirken. Die fertige Figur ist nun für die Ausstellung bei Madame Tussauds bereit.

Die Geschichte von Madame Tussauds

2008

Madame Tussauds Berlin öffnet seine Tore am illustren Boulevard Unter den Linden und zeigt eine Vielzahl von deutschen Persönlichkeiten und internationalen Stars.

2007

Eröffnung von Madame Tussauds in Washington DC. Die Ausstellung ist vor allem US-amerikanischen Politikern und Präsidenten gewidmet – selbstverständlich in dem einzigartigen Stil von Madame Tussauds.

2006

Eröffnung von Madame Tussauds in Shanghai. Die Ausstellung zeigt eine Heerschar von chinesischen Persönlichkeiten und Stars.

2000

Madame Tussauds eröffnet in New York und zeigt dort neben zahlreichen Stars die „Macher“ der Metropole. In Hongkong öffnet Madame Tussauds seine Tore mit mehr als 100 Wachsfiguren von internationalen Stars und lokaler Prominenz.

1999

Eröffnung von Madame Tussauds in Las Vegas mit amerikanischen Superstars und Hollywoodlegenden.

1981

Madame Tussauds Amsterdam vergrößert die Sammlung und zieht an den berühmten Dam-Platz im Herzen der Stadt um.

Jüngere Geschichte

1971

Madame Tussauds eröffnet eine neue Filiale in der Kalverstraat in Amsterdam und ist erstmals seit 1817 wieder auf dem Kontinent zu sehen.

1958

Madame Tussauds eröffnet an der Stelle des ehemaligen Kinos das erste Planetarium im Commonwealth.

Krieg und Planetarium

1940

Eine deutsche Bombe zerstört den Kinosaal. Ironischerweise gehört Hitlers Figur zu den wenigen, die unversehrt bleiben.

Brand und Wiederaufbau 1925-28

1925

Das gesamte Gebäude fällt einem Brand zum Opfer, der fast alle Wachsfiguren und Kostüme sowie wertvolle Möbel, Gemälde und Kunstgegenstände zerstört.

Glücklicherweise wurde ein Großteil der alten Gussformen gerettet. Mit ihnen wurde die Ausstellung wiederhergestellt, die drei Jahre später, um ein großes Kino und ein Restaurant erweitert, erneut ihre Türen öffnete.

Umzug in die Marylebone Road

1884

Madame Tussauds' Enkel Joseph Randall verlegt die Ausstellung in die heutigen Räume in der Marylebone Road.

1850

Tod von Madame Tussaud. Mit Unterstützung ihrer beiden Söhne war ihr im Alter großer Erfolg beschieden. Sie widersetzte sich erfolgreich einem Verkauf an amerikanische Interessenten, veröffentlichte ihre Memoiren, stand einem Hofmaler Porträt und wurde von Charles Dickens als Mrs. Jarley in seiner Geschichte Der Raritätenladen sowie durch Karikaturen von Cruikshank verewigt.

1846

Das Punch Magazine prägt die Bezeichnung „Kammer des Schreckens“ für jenen Raum bei Madame Tussauds, in dem die Opfer der Französischen Revolution ausgestellt sind.

England - Baker St Bazaar, 1835-84

1835

Madame Tussaud bezieht ihre künftigen Ausstellungsräume in The Bazaar in der Baker Street in London.

"Nachdem der Besucher von der Baker Street kommend die Ausstellung betritt, gelangt er als erstes in einen mit reichen Verzierungen und Spiegeln ausgestatteten Salon. Dort trifft er auf eine betagte Dame, deren Akzent die französische Herkunft verrät. Würde sie sich nicht bewegen, man würde sie für eine Wachsfigur halten. Wir sprechen von Madame Tussaud, die an sich schon eine Attraktion darstellt." - Aus einem Reiseführer des Jahres 1842.

England - Reisen, 1802-35

In den folgenden 33 Jahren führt Marie das arbeitsreiche und anstrengende Leben einer reisenden Schaustellerin. Sie zieht mit ihren Wohnwagen von Stadt zu Stadt, organisiert die Werbung und versorgt die Zeitungen mit Anekdoten oder veranstaltet Wohltätigkeitsaktionen, auf denen sie um Spenden wirbt.

Auch ein Schiffbruch auf der Irischen See und ein Brand während der Bristol Riots im Jahr 1831 fallen in diese Zeit der Reisen,in der dennoch beständig neue Figuren entstehen.

1795

Sie heiratet den Ingenieur François Tussaud, verlässt ihn jedoch acht Jahre später und begibt sich mit ihrer Sammlung auf eine Tour auf den Britischen Inseln.

1794

Marie Grosholz erbt Curtius' Figurensammlung.

1789 - Ausbruch der Französischen Revolution

Marie kehrt nach Paris zurück. Später fertigt sie gemeinsam mit Curtius Abdrücke der Köpfe Hingerichteter an – darunter auch ihrer Bekannten aus Versailles.

1780

Marie wird die Kunstlehrerin der Schwester von Ludwig XVI. und beginnt, am königlichen Hof in Versailles zu leben.

1777

Marie modelliert den berühmten Schriftsteller und Philosophen Francois-Marie Arouet Voltaire.

1770

Doktor Philippe Curtius, bei dem Maries Mutter in Anstellung ist, eröffnet eine Ausstellung mit lebensgroßen Wachsfiguren im Palais Royale in Paris. Von ihm erlernt Marie die Kunst des Wachsmodellierens.

1761

Marie Grosholz, später als Madame Tussaud bekannt, wird in Straßburg geboren.

Die Anfänge – Frankreich, 1770-1802

Mit Talent und Entschlossenheit gelingt es einer jungen Frau namens Marie Grosholz eine der bekanntesten Institutionen Englands zu gründen.