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Marie Tussaud

Marie Tussaud

Am Anfang war sie nur die Tochter einer Haushälterin...

...jetzt steht sie 250 Jahre später selbst als Wachsfigur im Madame Tussauds Berlin.

  • Marie Tussaud wurde 1761 als Marie Grosholtz in Straßburg geboren. Sie lernte die Bildhauerei von dem Schweizer Arzt und Ceroplastiker Dr. Philippe Curtius (1741–1794), bei dem Maries Mutter, Anne-Marie Walder, als Haushälterin angestellt war. Curtius wurde Patenonkel und Mentor von Marie und lehrte ihr schon früh die Herstellung von verschiedenen Wachsformen. Nach dem Tod ihres Patenonkels erbte sie die komplette Wachsfigurensammlung, mit der sie 1802 nach England zog, nachdem sie den Ingenieur Francois Tussaud geheiratet hatte. In England angekommen präsentierte sie ihre Wachsfiguren zunächst Jahrelang in einer Wanderausstellung, mit der sie durch Großbritannien und Irland zog. Marie Tussaud bewies schon damals ein geschicktes Händchen für Marketing Aktivitäten und verkaufte ihre Attraktion als eine Art reisende Zeitung, die Jedermann mit Bildern des aktuellen Weltgeschehens belieferte. Da es zu dieser Zeit weder Fotografie noch Film gab, war ein Besuch bei Madame Tussauds die einzige Möglichkeit den Menschen hinter den Schlagzeilen von Angesicht zu Angesicht zu begegnen und sich ein Bild von historisch und politisch wichtigen Personen der damaligen Zeit zu machen. 1835 ließ sich Marie Tussaud schließlich mit ihrer Attraktion nieder und eröffnete den ersten festen Sitz des „Madame Tussauds“ in London. Bereits seit 1884 ist dieses nun in der Marylebone Road zu finden.
  • Mit 17 schuf Marie ihr erstes lebensgroßes Modell, ein Porträt von Jean-Jacques Rousseau. Im Jahr 1783 fertigte sie vom lebenden Modell Benjamin Franklins (1706-1790) eine Wachsfigur an. Franklin war von 1776 bis 1785 amerikanischer Botschafter in Paris. Wie viele andere berühmte Männer soll er laut Marie regelmäßig bei ihrer Familie zu Gast gewesen sein. Die Verfahren, die Marie bei ihrer Sitzung und der Anfertigung der Wachsfigur von Benjamin Franklin verwendete, wurden über zwei Jahrhunderte von Generation zu Generation weitergegeben. Viele Techniken setzen die Bildhauer und Maskenbildner von Madame Tussauds auch heute noch ein, um die lebensechtesten Wachsfiguren der Welt herzustellen.
  • Marie Tussaud überstand die Französische Revolution und entkam der Guillotine, in dem sie Totenmasken von ehemaligen adligen Freunden und Arbeitgebern herstellte, so dass ihr Leben genug Spannung und Tragik für einen Hollywood-Blockbuster bietet. Das Leben der Madame Tussaud war unbestritten nicht weniger spannend als die der vielen Prominenten, die in der illustren 200-jährigen Geschichte der weltbekannten Attraktion ausgestellt wurden.

Marie Tussaud - Bildergalerie